Die Videos sind wirr, schlecht oder ohne Struktur

Kurz gesagt: Die Videos scheitern selten an Logik oder Struktur. Sie scheitern daran, dass sie keinen bequemen Platz im bestehenden Denken haben.

Warum das so ist!
Kurz als Video hier der hier.

 Menschen stabilisieren ihr Denken und nicht die Wahrheit

Zuschauer ordnen neue Informationen fast immer in ihr bereits vorhandenes Weltbild ein. Das ist ein zentraler psychologischer Mechanismus. Menschen lassen neue Informationen eher liegen, als ihr bestehendes Erklärungsmodell infrage zu stellen.

Ganz konkret auf meine Videos bezogen:

  • Wer „Systemkritik“ denkt, fühlt sich bestätigt, denkt aber nicht weiter
  • Wer „Manipulation“ denkt, ordnet alles dort ein
  • Wer „Erpressung“ hört, glaubt an Altes
  • Wer an „Elitenverschwörungen“ denkt, denkt nur seins
  • Wer nichts davon denkt, schaltet schnell ab

Fast niemand geht offen und unvoreingenommen an ein neues Modell heran.

 Der Bestätigungsfehler: „Das weiß ich doch längst“

Viele Zuschauer sagen schnell: „Das ist nichts Neues“ oder „Das weiß ich doch schon.“ Oft bedeutet das:

  • Einzelne Teile werden wiedererkannt
  • aber das dahinterliegende System wird nicht neu gedacht.

Alles wirkt bekannt und es wird irgendwo einsortiert. Was nicht passt, wird ignoriert, belächelt oder als falsch abgetan. 

So wirken Inhalte:

  • nebensächlich
  • banal
  • wie ständige Wiederholung

Kurze Videos erscheinen zu einfach. 
Lange Videos wirken abschreckend.

Nur sehr wenige Menschen sind bereit, ihr bisheriges Wahrheitsbild wirklich aufzugeben.

 Warum „mehr erklären“ das Problem verschärft

Je vollständiger und geschlossener ein neues Modell erklärt wird, desto stärker entstehen Abwehrreaktionen: 

  • „zu viel“
  • „zu extrem“
  • „zu kompliziert“
  • „zu gefährlich“

Das führt zu einem Paradox:

  • Kurze Videos → falsche Einordnung
  • Lange Videos → Überforderung und Abbruch

Weitere Erklärungen verstärken oft nur Ablehnung, statt Verständnis zu erzeugen.

 Das strukturelle Paradox

Viele Menschen akzeptieren sogar sehr extreme oder exotische Theorien, haben aber große Schwierigkeiten mit meinem Modell.

Warum?

Weil es:

  • nicht exotisch, sondern banal-real ist
  • Macht ohne Monster oder besondere Mächte und Personen erklärt
  • Psychologie und Selbstverortung erfordert

Das eigene Denken bleibt lieber einfach und wohltuend:

  • Das Böse wird externalisiert
  • die eigene Identität bleibt unangetastet

Menschen akzeptieren eher das Unwahrscheinliche als das Unbequeme, das sie selbst betrifft.

 Der Autoritätsfilter

Inhalte werden nicht nur nach ihrem Inhalt bewertet, sondern auch nach Rolle, Status und Herkunft des Sprechers.

Ich bin:

  • kein Politiker
  • kein Professor
  • kein Journalist
  • kein offizieller Insider

Andere Personen mit mehr Autorität oder Prestige könnten dieselben Inhalte oft leichter vermitteln. Auch das beeinflusst Wahrnehmung und Akzeptanz erheblich.

 Kurz gesagt

Wenn dir meine Videos wirr, schlecht oder unstrukturiert erscheinen, liegt das selten daran, dass sie unlogisch sind.

Es liegt daran, dass:

  • sie kein bekanntes Feindbild liefern
  • sie keine einfache Einordnung erlauben
  • und sie das eigene Denken mit einbeziehen

Das wirkt unbequem – und wird daher oft abgelehnt.

 Die Videos sind nicht perfekt 

Das bedeutet nicht, dass ich perfekte Videos erstelle oder fehlerlos bin. Dem Problem mit dem Verstehen meiner Videos,  liegen weitere Gründe zugrunde, die viele Zuschauer nicht erkennen können. Zudem gibt es noch weitere Probleme, die bei jeder Video-Erstellung bedacht werden müssen, da beispielsweise die unterschiedlichsten Menschen, mit unterschiedlichsten Denkweisen und unterschiedlichsten Entwicklungsstufen zuschauen. 

Noch einmal anders in diesem Video Als Popup öffnen oder in diesem Video Als Popup öffnen.


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